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Die badische Zeit

Die Verwaltung der vorderen Grafschaft Sponheim durch Gemeinherren wurde durch notariellen Vertrag vom 24.08.1707 aufgehoben und gebietsmäßig zwischen Baden und Kurpfalz aufgeteilt. Nieder Kostenz wurde dabei Baden zugeordnet. Aus dem sponheimischen Amt Kirchberg wurde ein badisches Oberamt, zu dem die Pflege Belg, die Pflege Denzen, die Pflege Koppenstein, die Pflege Sohren, das Unteramt Dill und die Pflege Kostenz mit den Dörfern: Kludenbach, Metzenhausen, Nieder Kostenz, Ober Kostenz, Schwarzen und Todenroth gehörte.

Der neue Feudalherr, Markgraf Karl Friedrich von Baden, war ein väterlich fürsorgender Regent. Er war bemüht, die wirtschaftlichen Verhältnisse zu bessern.
Da der Hunsrück ein reines Bauernland war, war er bestrebt, die Landwirtschaft zu fördern. Die Bauern wurden zum Saatgutwechsel angehalten. Den Kartoffelanbau forcierte. Der Ackerbau wurde ausgebaut und die Erträge durch die Einführung der Dreifelderwirtschaft verbessert. Es wurde schon versucht, von der reinen Weidewirtschaft abzugehen und zur Stallhaltung zu kommen. Die armseligen Rinder- und Pferderassen wurden verbessert. Das Eindecken der Häuser mit Stroh wurde verboten.

Außerdem sind in badischer Zeit erhebliche Verbesserungen der Infrastruktur vorgenommen worden. So wurden viele Straßen befestigt und öffentliche Bauwerke und Kirchen errichtet.

Gemeinde Nieder Kostenz

Harald Gewehr
Oberdorf 2a, 55481 Nieder Kostenz

Tel. 06763 - 30 77 47
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